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Metrocable (Caracas)

Metrocable Caracas ist ein in das Netz der Metro Caracas integriertes System von Seilbahnen, um die Bewohner der in den bergigen Gegenden gelegenen Stadtviertel von Caracas schnell und sicher in das Stadtzentrum und wieder zurück zu befördern

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. Es fungiert als Zubringer zur Metro.

Nach dem Vorschlag von Stadtplanern begann die Stadtverwaltung von Caracas, ein Netz von Seilbahnen aufzubauen, das als Nahverkehrssystem in die ärmsten Gegenden der Hauptstadt reichen soll, ähnlich der zum U-Bahn-Netz in Medellín (Kolumbien) gehörenden Seilbahnen, und legte dazu den Grundstein am 29. November 2006.

Am 20. April 2007 begannen die Bauarbeiten der ersten Linie, die vom Bezirk San Agustín zur Station Parque Central verläuft und dort an das U-Bahn-Netz anknüpft. Verantwortlich für den Bau war das Ministerium für Infrastruktur, die österreichische Firma Doppelmayr und das schon länger in Venezuela tätige brasilianische Unternehmen Odebrecht.

Im Dezember 2009 trat MetroCable Caracas in die Testphase, und im Januar 2010 wurden die ersten Nutzer des Systems befördert. Hierbei handelte es sich um Gemeindeleiter, die von der Station Hornos de Cal zur Station Parque Central fuhren.

Am 20. Januar 2010 fand schließlich die offizielle Einweihung statt.

Knapp drei Jahre danach war die Seilbahn Palo Verde – Mariche fertiggestellt, die am 10. Dezember 2012 eröffnet wurde

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. Ihre Talstation liegt einige Meter oberhalb der U-Bahnstation Palo Verde, ihre Bergstation in dem fast 5 km entfernten Industrievorort Mariche. Es handelt sich ebenfalls um eine Gondelbahn

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, die jedoch die Entfernung ohne Zwischenstationen in einer langen Sektion überwindet.

Seit 2013 ist auch der erste Abschnitt des Cabletren Bolivariano in Betrieb, der von der U-Bahn-Station Petare () entlang der Autobahn A-01 nach Norden fährt und die zukünftige U-Bahn-Station Warairarepano erreichen soll. Es handelt sich um einen Cable Liner von Doppelmayer. Er bedient bisher die Stationen 19 de Abril und 5 de Julio, die ihren Namen von den oberhalb der Strecke liegenden Barrios ableiten.

Die Stationen der Seilbahnlinien sind:

Derzeit laufen Studien zu einer Seilbahn-Linie in El Valle, die aus zwei Abschnitten bestehen soll, einem zur Station El Valle und einen zur Station La Bandera.

Auch ist geplant, beim Bau der U-Bahnlinie Guarenas-Guatire eine weitere Seilbahnlinie zu errichten, welche die Station Caucagüita mit dem Industriegebiet Mariche verbinden soll, das südöstlich der Gemeinde Sucre gelegen ist.

Die Kabinen wurden von der Firma CWA hergestellt und haben Platz für 8 Personen. Sie sind aus Aluminium gebaut und arbeiten mit einem elektrischen Bordnetz. Jede Kabine hat Innenbeleuchtung und ein Kommunikationssystem. Die Gondeln fahren im Takt von 27 Sekunden, was die Beförderung von 15.000 bis 20.000 Menschen pro Tag ermöglicht.

Günter Bandmann

Günter Bandmann (* 10. September 1917 in Duisburg; † 24. Februar 1975 in Bonn) war ein deutscher Kunsthistoriker, der sich insbesondere mit Architekturgeschichte und Architekturikonografie befasste.

Bandmann absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln und schloss dort 1942 seine Promotion am Lehrstuhl von Hans Kauffmann zum Doktor der Philosophie mit einer Dissertation zum Thema Die Werdener Abteikirche (1256 – 1275) : Studie zum Ausgang d. staufischen Baukunst ab.

Nach seiner Habilitation wurde er zunächst 1949 Privatdozent und schließlich 1955 zum außerordentlichen Professor für Architektur- und Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn berufen. 1965 nahm er einen Ruf auf eine Professur als Nachfolger von Hubert Schrade an der Eberhard Karls Universität Tübingen an und lehrte dort bis 1970. Während dieser Zeit war er außerdem Direktor des Kunsthistorischen Instituts der Universität Tübingen. Im Anschluss kehrte er als Professor an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zurück und lehrte dort bis zu seinem Tode.

Seine Hauptinteressen galten dabei der Architekturgeschichte und -ikonografie und dabei besonders den Themen Ornamente, Drei-Konchen-Chor und der Gotik.

Neben seiner Lehrtätigkeit veröffentlichte Bandmann auch zahlreiche Fachbücher, zu denen unter anderem Die Bauformen des Mittelalters (1949) gehört. 1951 verfasste er sein Standardwerk mit dem Titel Mittelalterliche Architektur als Bedeutungsträger, das zuletzt 1998 in der elften Auflage erschien und 2005 auch in englischer Übersetzung mit dem Titel Early medieval architecture as bearer of meaning veröffentlicht wurde

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Zu seinen weiteren Veröffentlichungen, in denen er sich unter anderem mit bedeutenden Bauwerken wie St. Gereon, Kölner Dom, Abtei Maria Laach befasste, gehören zum Beispiel Die Kölner Rheinfront (1944), Sankt Gereon in Köln (1945)

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, Der Kölner Dom und seine Bildwerke (1947), Maria-Laach (1947), Paris (1955), Melancholie und Musik (1960)

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, Les Demoiselles d’Avignon (1965) über das 1907 entstandene gleichnamige Gemälde Pablo Picassos, Ikonologie der Architektur (1969) und Zum Wirklichkeitsbegriff (1974).

Liste der Kulturgüter in Arbedo-Castione

Die Liste der Kulturgüter in Arbedo-Castione enthält alle Objekte in der Gemeinde Arbedo-Castione im Kanton Tessin, die gemäss der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten, dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1966 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten sowie der Verordnung vom 17. Oktober 1984 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten unter Schutz stehen.

Objekte der Kategorien A und B sind vollständig in der Liste enthalten, Objekte der Kategorie C fehlen zurzeit (Stand: 1. Januar 2016).

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Der Inhalt der Tabelle ist absteigend nach der Kulturgüterkategorie und innerhalb dieser alphabetisch sortiert

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Arbedo-Castione | Bellinzona | Cadenazzo * | Camorino | Giubiasco | Gnosca | Gorduno | Gudo | Isone * | Lumino | Moleno | Monte Carasso | Pianezzo *&nbsp mcm taschen sale;| Preonzo | Sant’Antonino *&nbsp

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;| Sant’Antonio | Sementina

* diese Gemeinden besitzen keine Objekte der Kategorien A oder B, können aber (z. Zt. nicht dokumentierte) C-Objekte besitzen

Roger Conant

Roger Conant (* 6. Mai 1909, Mamaroneck (New York); † 19. Dezember 2003, Albuquerque) war ein amerikanischer Herpetologe, Autor, Lehrer und Naturschützer.

Conant wuchs in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania auf. Sein Vater starb früh und um seiner Mutter zu helfen, nahm er als Jugendlicher eine Aushilfsarbeit im Zoo von Philadelphia an. Hier begann seine lebenslange Leidenschaft für Reptilien.

1929 zog er nach Toledo, Ohio, und arbeitete als Leiter der Reptilienabteilung

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, später als Hauptkurator des dortigen Zoos. 1935 kam er als Leiter (Kurator) der Reptilienabteilung an den Zoo von Philadelphia zurück. Von 1946 bis 1947 war Conant Präsident des amerikanischen Zoo- und Aquarienverbandes und 1952 Mitgründer der Herpetologischen Gesellschaft Philadelphia

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. 1967 wurde er zum Direktor des Zoos von Philadelphia befördert.

Wegen der Krankheit seiner Frau Isabelle Hunt Conant, die als Tierfotografin viele Fotos zu seinen Bestimmungsbüchern beigetragen hat, zog Conant 1973 nach Albuquerque und nahm eine Professur an der University of New Mexico an. Seine Frau Isabelle starb 1976. 1979 heiratete er Kathryn Gloyd, Witwe seines Freundes und Kollegen Howard K. Gloyd.

Am 19. Dezember 2003 starb Roger Conant an Krebs.

Conant wurde zu einem der bekanntesten Herpetologen der Vereinigten Staaten, nachdem er 1958 eines der ersten vollständigen Bestimmungsbücher über nordamerikanische Reptilien geschrieben hatte. Ab 1976 vollendete er seine Monografie über die Vipern-Gattung Dreieckskopfottern (Agkistrodon), die er in den 30er Jahren begonnen und später Howard K. Gloyd fortgeführt hatte.

Insgesamt verfasste er zwölf Bücher und rund 240 wissenschaftliche Aufsätze.

Er beschrieb zahlreiche neue Schlangenarten, darunter mehrere Arten der Gattung Amerikanische Schwimmnattern (Nerodia) sowie der Gattung Strumpfbandnattern (Thamnophis). Noch in seinem Todesjahr beschrieb er neue Unterarten der Mexikanischen Strumpfbandnatter.

Pariser Vertrag (1802)

Im Pariser Vertrag vom 20. Mai 1802 wurden zwischen Frankreich und Württemberg territoriale Veränderungen geregelt.

In den Koalitionskriegen besetzte das revolutionäre Frankreich 1793 die linksrheinischen Besitzungen Württembergs, die Grafschaft Mömpelgard und die Herrschaft Reichenweier. In einem Geheimvertrag von 1796, während noch der Krieg zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich im Gange war, stimmte Württemberg der Abtretung dieser Gebiete zu dem Preis zu, dass Frankreich sich in den kommenden Friedensverhandlungen mit dem Reich für eine Gebietserweiterung Württembergs rechts des Rheins einsetzen sollte.

Der Friede von Campo Formio 1797 bestimmte tatsächlich die Einsetzung des Rastatter Kongresses, auf dem solche Gebietsänderungen verhandelt werden sollten. Der Rastatter Kongress wurde jedoch wegen neuerlichen Kriegs abgebrochen, und erst mit dem Frieden von Lunéville 1801 war eine erneute Verhandlungsgrundlage gegeben. In beiden Friedensverträgen hatte Kaiser Franz II

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. der Abtretung aller linksrheinischen Gebiete an Frankreich zustimmen müssen.

Der Frieden von Lunéville hatte die Einsetzung einer Reichsdeputation festgelegt, die bestimmen sollte, auf welche Weise die von den französischen Annexionen betroffenen Reichsfürsten entschädigt werden sollten. Diese Entschädigungen sollten in der Hauptsache durch die Mediatisierung der Reichsstädte und der geistlichen Territorien erfolgen. Im Hintergrund bestimmte jedoch Frankreich über die Beschlüsse der Reichsdeputation.

Herzog Friedrich II. von Württemberg entsandte deshalb 1802 seinen Unterhändler, Staatsminister von Normann, nach Paris, um über die Entschädigung Württembergs zu verhandeln. Diesem gelang eine erhebliche Erweiterung der 1796 gemachten Zusicherungen. War zuvor nur vom Amt Oberkirch, der Fürstpropstei Ellwangen und der Abtei Zwiefalten die Rede gewesen, so sicherte sich Württemberg nunmehr zahlreiche Reichsstädte und weitere geistliche Territorien. Oberkirch geriet jedoch an Baden mcm taschen sale.

Diese Zusicherungen wurden Anfang 1803 im Reichsdeputationshauptschluss formell festgeschrieben, wobei Württemberg manche Gebiete im Vorgriff auf den Vertragsabschluss schon 1802 besetzt hatte. Des Weiteren bestimmte der Reichsdeputationshauptschluss die Erhebung Württembergs zum Kurfürstentum.

Die Zugewinne Württemberg waren im Einzelnen die Reichsstädte Heilbronn, Esslingen am Neckar

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, Reutlingen, Gmünd, Hall, Rottweil, Aalen, Giengen an der Brenz und Weil der Stadt sowie zahlreiche geistliche Territorien, und zwar die Fürstpropstei Ellwangen, die Abtei Zwiefalten, das Kloster Schöntal, das Kloster Comburg, das Kloster Rottenmünster bei Rottweil, das Kloster Heiligkreuztal, das Stift Oberstenfeld und das Kloster Margrethausen; außerdem das Dorf Dürrenmettstetten.

Die neu erworbenen Gebiete wurden von Kurfürst Friedrich zunächst in einem staatsrechtlich vom übrigen Württemberg getrennt gehaltenen Gebilde namens Neuwürttemberg mit Sitz in Ellwangen organisiert. 1805 schloss Württemberg ein weiteres Bündnis mit Frankreich und erhielt darauf im Frieden von Pressburg sowie bei der Gründung des Rheinbunds weitere Gebiete und die Rangerhöhung zum Königreich Württemberg. Erst bei dieser Gelegenheit wurden Alt- und Neuwürttemberg zu einem Staat zusammengefasst.

Botanischer Garten der Universität Graz

Der Botanische Garten am Institut für Pflanzenwissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz befindet sich im dritten Grazer Stadtbezirk Geidorf

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.

Die aktuell im Betrieb befindlichen neuen Gewächshäuser bestehen aus dem Warmhaus, dem Kalthaus, dem Temperierthaus und dem Sukkulentenhaus.

Ursprünglich 1811 als Bestandteil des Joanneums vorgesehen und aufgebaut wich der Botanische Garten 1887 in die Schubertstraße, den heutigen Standort, aus.

Der Bau des ersten Gewächshauses begann 1889. Es wurde bis zur Eröffnung der neuen Gewächshäuser im Jahr 1995 benutzt; ein Abriss war für das Jahr 1997 geplant, wurde in Folge des Engagements einer Bürgerinitiative jedoch nicht durchgeführt. Heute steht das renovierungsbedürftige Gewächshaus unter Denkmalschutz und ist ungenutzt.

Im Jahre 1989 wurde mit dem Bau der neuen Gewächshäuser begonnen. Sie wurden am 25. Juni 1995 eröffnet.

Das im Jahr 1889 erbaute Gewächshaus wird als altes Gewächshaus bezeichnet.

Sowohl der Freilandbereich als auch die Gewächshäuser sind bis auf den Zeitraum vom 24

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. Dezember bis 6

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. Jänner des darauffolgenden Jahres über den Eingang in der Schubertstraße frei zugänglich. Der Botanische Garten inklusive Gewächshäuser sind täglich von 08:00 Uhr bis 14:30 Uhr geöffnet. Von 15. Mai bis 15. September ist der Garten bis 16:30 Uhr geöffnet.

Altes Gewächshaus

Kalthaus bei Nacht

Temperierthaus (rechts) und Kalthaus (links)

Tropenhaus vor dem Temperierthaus

Altes Gewächshaus vom Alpinum aus gesehen

Koordinaten:

Lacroix-Saint-Ouen

Lacroix-Saint-Ouen (auch: La Croix-Saint-Ouen) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 4334 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013) im Département Oise in der Region Picardie. Sie gehört zum Arrondissement Compiègne und zum Kanton Compiègne-Sud-Est. Die Einwohner werden Croisés Saint-Audoniensgenannt.

Lacroix-Saint-Ouen liegt am Fluss Oise. Umgeben wird Lacroix-Saint-Ouen von den Nachbargemeinden Compiègne im Norden, Saint-Jean-aux-Bois im Osten, Saint-Sauveur im Süden, Verberie im Südwesten, Le Meux im Westen sowie Armancourt und Jaux im Nordwesten.

Durch die Gemeinde führt die frühere Route nationale 32.

Der Ort soll von Dagobert I. um das damalige Kloster gegründet worden sein. Der Heilige Ouen hatte das Kloster in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts mit dem Namen Sainte-Croix errichtet und benannt. 893 wurde es Teil der Klostergüter der Abtei Saint-Médard von Soissons.

Mit der deutschen Gemeinde Losheim am See im Saarland besteht seit 1998 eine Partnerschaft.

Amy | Antheuil-Portes | Appilly | Armancourt | Arsy | Attichy | Autrêches | Avricourt | Babœuf | Bailly | Baugy | Beaugies-sous-Bois | Beaulieu-les-Fontaines | Beaurains-lès-Noyon | Belloy | Berlancourt | Berneuil-sur-Aisne | Bienville | Biermont | Bitry | Boulogne-la-Grasse | Braisnes-sur-Aronde | Brétigny | Bussy | Béhéricourt | Caisnes | Cambronne-lès-Ribécourt | Campagne | Candor | Canly | Cannectancourt | Canny-sur-Matz | Carlepont | Catigny | Chelles | Chevincourt | Chevrières | Chiry-Ourscamp | Choisy-au-Bac | Clairoix | Compiègne | Conchy-les-Pots | Coudun | Couloisy | Courtieux | Crapeaumesnil | Crisolles | Croutoy | Cuise-la-Motte | Cuts&nbsp

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;| Cuvilly | Cuy | Dives | Écuvilly | Élincourt-Sainte-Marguerite | Estrées-Saint-Denis | Évricourt | Flavy-le-Meldeux | Francières | Fresnières | Fréniches | Frétoy-le-Château | Genvry | Giraumont | Golancourt | Gournay-sur-Aronde | Grandfresnoy | Grandrû | Guiscard | Gury | Hainvillers | Hautefontaine | Houdancourt | Hémévillers | Janville | Jaulzy | Jaux | Jonquières | La Neuville-sur-Ressons | Laberlière | Lachelle | Lacroix-Saint-Ouen | Lagny | Larbroye | Lassigny | Lataule | Le Fayel | Le Meux | Le Plessis-Brion | Le Plessis-Patte-d’Oie | Libermont | Longueil-Annel | Longueil-Sainte-Marie | Machemont | Marest-sur-Matz | Mareuil-la-Motte | Margny-aux-Cerises | Margny-lès-Compiègne | Margny-sur-Matz | Marquéglise | Maucourt | Monchy-Humières | Mondescourt | Montmacq | Montmartin&nbsp mcm taschen sale;| Morlincourt | Mortemer | Moulin-sous-Touvent | Moyvillers&nbsp

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;| Muirancourt | Mélicocq | Nampcel | Neufvy-sur-Aronde | Noyon | Ognolles | Orvillers-Sorel | Passel | Pierrefonds | Pimprez | Plessis-de-Roye | Pont-l’Évêque | Pontoise-lès-Noyon | Porquéricourt | Quesmy | Remy | Ressons-sur-Matz | Rethondes | Ribécourt-Dreslincourt | Ricquebourg | Rivecourt | Roye-sur-Matz | Saint-Crépin-aux-Bois | Saint-Jean-aux-Bois | Saint-Léger-aux-Bois | Saint-Pierre-lès-Bitry | Saint-Sauveur | Saint-Étienne-Roilaye | Salency | Sempigny | Sermaize | Solente | Suzoy | Thiescourt | Thourotte | Tracy-le-Mont | Tracy-le-Val | Trosly-Breuil | Vandélicourt | Varesnes | Vauchelles | Venette | Vieux-Moulin | Vignemont | Ville | Villers-sur-Coudun | Villeselve

Marietta Merck

Henriette Marie Merck, genannt Marietta Merck, (* 28. August 1895 in Darmstadt; † 17. November 1992 in München), war eine deutsche Malerin und Bildhauerin.

Marietta Merck wuchs am Bodensee und nach dem frühen Tod des Vaters 1904 in Jugenheim an der Bergstraße auf.

1915 bis 1919 genoss sie eine Ausbildung bei den Bildhauern Daniel Greiner in Jugenheim, bei Jenny von Bary, Prof. Eduard Beyrer sowie Prof. C. A. Bermann in München. Außerdem besuchte sie die Zeichenschule von Prof. Adolf Beyer in Darmstadt. Zusätzlich erhielt sie eine Ausbildung als Malerin.

Ihre bevorzugten Arbeitstechniken waren Malerei in Öl oder Tempera, Aquarell, Zeichnungen in Pastell, Bleistift, Tusche, der Linolschnitt und Skulpturale Arbeit.

Am 3. Mai 1920 heiratete sie den Juristen und Arzt Kurt Kannengießer. 1922 kam ihre Tochter Adelheid, genannt Heidy, (später Heidy Stangenberg-Merck, ebenfalls Malerin) zur Welt. 1923 erfolgten Trennung und Scheidung von ihrem Mann. Marietta Merck kehrte zusammen mit Tochter Heidy nach Jugenheim in das Haus ihrer verwitweten Mutter zurück. 1953 siedelt sie endgültig nach München um.

Es folgten ausgedehnte Studienreisen in verschiedene europäische Länder, deren Eindrücke sie in Reiseskizzen (Federzeichnungen) aus Holland, Frankreich, Italien und Portugal festhielt. Die erste Reise nach Griechenland – zusammen mit Tochter Heidy – erfolgte 1958 und ab 1963 entdeckte Marietta Merck die griechische Inselwelt: Paros, Mykonos, Samos

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, Tinos u

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.a

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. sowie Kreta und den Peloponnes.

85-jährig unternahm Marietta Merck 1980 noch Studienreisen nach Norwegen und 1983 schließlich auf die Insel Lesbos. Marietta Merck starb 1992 im Alter von 97 Jahren nach einem bis zuletzt aktiven Künstlerleben.

Koschanka

Koschanka (ukrainisch und russisch Кожанка) ist eine Siedlung städtischen Typs im Rajon Fastiw im Westen der ukrainischen Oblast Kiew mit etwa 2100 Einwohnern (2014).

Koschanka liegt am Ufer der Kamjanka (ukrainisch Кам’янка), einem linken Nebenfluss des Ros, an der Grenze zum Rajon Popilnja der Oblast Schytomyr. Das über die Territorialstraße T–10–13 erreichbare Rajonzentrum Fastiw befindet sich 18 km nordöstlich von Koschanka.

Die im 14. Jahrhundert gegründete Ortschaft besitzt seit 1972 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Zur Siedlungsratsgemeinde gehören, neben Koschanka, noch das Dorf Sofijiwka (Софіївка) und die Ansiedlung Stepowe (Степове).

Beresan | Bila Zerkwa | Bohuslaw | Bojarka | Boryspil | Browary | Butscha | Fastiw | Irpin | Jahotyn | Kaharlyk | Myroniwka | Obuchiw | Perejaslaw-Chmelnyzkyj | Prypjat | Rschyschtschiw | Skwyra | Slawutytsch | Taraschtscha | Tetijiw | Tschornobyl | Ukrajinka | Usyn | Wassylkiw | Wyschhorod | Wyschnewe

Siedlungen städtischen Typs
Babynzi | Baryschiwka | Borowa | Borodjanka | Doslidnyzke | Dymer | Hlewacha&nbsp

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;| Hostomel | Hrebinky | Iwankiw | Kalyniwka | Kalyniwka | Kalyta | Klawdijewo-Tarassowe | Kodra | Koschanka | Kosyn | Kozjubynske | Krasjatytschi | Makariw | Nemischajewe | Piskiwka | Rokytne | Shuriwka | Stawyschtsche | Teresyne | Tschabany | Welyka Dymerka | Wolodarka | Worsel

Flüchtlingspolitik (Deutschland)

Als Flüchtlingspolitik wird die Gesamtheit der rechtlichen Vorgaben und der Praxis des Umgangs eines Staates (hier: Deutschlands bzw. seiner Vorgängerstaaten) mit Flüchtlingen und Asylbewerbern bezeichnet, die in den Staat einreisen oder sich dort dauerhaft aufhalten wollen bzw. sollen.

Mit der Durchsetzung des Grundsatzes „Cuius regio, eius religio“ im Augsburger Religionsfrieden wurde im Heiligen Römischen Reich die Grundlage für den Typus des Glaubensflüchtlings geschaffen, der der „falschen“ Konfession angehörte und deshalb in ein Gebiet floh, dessen Landesherr dem eigenen Glauben angehörte. So wurde z.B

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. Köln während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) zum Fluchtort von Katholiken, unter ihnen auch hohen Würdenträgern.

Die Mark Brandenburg hatte durch den Dreißigjährigen Krieg etwa die Hälfte der Bevölkerung verloren; in der Uckermark sogar über 90 Prozent. Um diese Verluste auszugleichen, war das Land auf Zuwanderung angewiesen. Wirtschaftliche Überlegungen führten dazu, dass Fachkräfte aus der Landwirtschaft und Handwerker angeworben wurden. Es wurden aber auch Menschen aufgenommen, die aus religiösen Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Beispielsweise nahm Brandenburg aufgrund des Edikts von Potsdam die aus Frankreich vertriebenen Hugenotten auf. Später wurden diese auch von solchen Ländern aufgenommen, in denen Verwandte des Preußenkönigs herrschten, z. B. von Ansbach-Bayreuth. Auch der größte Teil der Lutheraner aus Salzburg fand 1731/32 im Königreich Preußen eine neue Heimat, ebenso wie die aus Böhmen geflohenen Lutheraner und Reformierten in der 1750 gegründete Kolonie Nowawes (Potsdam-Babelsberg).

Glaubensflüchtlinge (Exulanten) aus dem Habsburgerreich wanderten vor dem Erlass des Toleranzpatents (1781) auch in andere protestantische Gebiete des Heiligen Römischen Reichs aus.

Während der Französischen Revolution flohen französische „Konterrevolutionäre“ in deutschsprachige Gebiete. Die erste Emigrationswelle in der ersten Hauptphase erfolgte unmittelbar nach den Ereignissen im Juli und August 1789. Zu den Emigranten des Sommers 1789 gehörte vor allem der Hochadel, besonders die direkte Verwandtschaft des Königs, sowie Teile des hohen Klerus und der Militärführung. Die zweite Welle setzte im Sommer 1790 mit dem Inkrafttreten der Gesetze zur Abschaffung des Feudalsystems und der Zivilkonstitution ein. Wiederum waren insbesondere Adlige, Geistliche und Offiziere unter den Emigranten. Eine dritte Welle begann schließlich nach dem 21. Juni 1791, dem Tag der gescheiterten Flucht König Ludwigs XVI. nach Varennes. Die zweite Hauptphase der Emigration vollzog sich nach den Septembermorden 1792 und der zunehmenden Radikalisierung der Revolution nach der Hinrichtung des Königs im Januar 1793. Es wanderten nun auch immer mehr Angehörige des Dritten Standes aus. Darunter waren viele ehemalige Anhänger der Revolution, teilweise sogar Girondisten, die mit den neuen Kräften in Paris gebrochen hatten oder inzwischen politischer Verfolgung ausgesetzt waren. Kleinere Auswanderungswellen wurden nach dem Ende der Terrorherrschaft durch den royalistischen Aufstand vom 5. Oktober 1795 in Paris, dessen Niederschlagung unter dem Kommando Napoleons erfolgte, und den Staatsstreich vom 18. Fructidor (4. September 1797) hervorgerufen.

Im Kaiserreich und in der Weimarer Republik war Deutschland eines der bevorzugten Länder für Juden, die aus Osteuropa, Ostmitteleuropa und Südosteuropa vor Pogromen und Diskriminierungen flohen. Die erste große Welle ostjüdischer Flüchtlinge erreichte Deutschland als Folge der russischen Revolution und Gegenrevolution in den Jahren 1904/05. Mit dem Ersten Weltkrieg, der Polen in einen Hauptkriegsschauplatz verwandelte, setzte die zweite große Welle ostjüdischer Auswanderung ein. Diese Welle richtete sich infolge der Blockade der Mittelmächte hauptsächlich nach Mitteleuropa, nach Deutschland und Österreich. Hunderttausende polnischer Juden wanderten nach Wien und Berlin: Kinder einer fremden Kultur, mit einem fremden Jargon, fremden Sitten und fremden Auffassungen. Sie kamen meist als Flüchtlinge, verarmt und gezwungen, auf jede Weise ihr Leben zu fristen. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass Ostjuden aus ihren Herkunftsgebieten eine verstärkte Neigung zur Kriminalität mitgebracht hätten.

Die Historikerin Anne-Christin Saß fand heraus, dass in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre sich Berlin von einem Ort der gestoppten Zuwanderung von Juden, die eigentlich in die USA oder nach Westeuropa hatten weiterziehen wollen, zum „world jewish center“ entwickelt habe. Dieser Wandel verstärkte nicht nur antisemitische Ressentiments der politischen Rechten, sondern löste auch Abwehrreaktionen bei voll integrierten, teilweise sogar an die deutsche Kultur assimilierten „Westjuden“ aus.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren laut den Ergebnissen einer Volkszählung von 1950 rund 12,5 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den abgetrennten deutschen Ostgebieten in die vier Besatzungsgebiete und nach Berlin gekommen. Zusätzlich kamen 3 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus der Tschechoslowakei, 1,4 Millionen aus dem Polen der Vorkriegsgrenzen, 300.000 aus der bis 1939 unter der Verwaltung des Völkerbunds stehenden Freien Stadt Danzig, knapp 300.000 aus Jugoslawien, 200.000 aus Ungarn und 130.000 aus Rumänien nach Deutschland. Vor allem in den Dörfern stießen diese Flüchtlinge und Vertriebenen oft auf Ablehnung der Alteingesessenen.

Im August 1952 wurde zur Entschädigung für die Vermögens- und Stellenverluste der Vertriebenen das sogenannte Lastenausgleichsgesetz erlassen. Die Rechtsstellung von „Vertriebenen“, „Heimatvertriebenen“, „Sowjetzonenflüchtlingen“ und Spätaussiedlern regelt das am 5. Juni 1953 in Kraft getretene Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz (BVFG).

Eine Sonderrolle in der Geschichte der Flüchtlingspolitik in Deutschland spielen die sogenannten „Displaced Persons“ (DP) in der Zeit nach 1945. Die meisten von ihnen waren im Zuge des Zweiten Weltkriegs, vor allem als Zwangsarbeiter, nach Deutschland verschleppt worden. Nach einer großzügigen Definition galten auch befreite Kriegsgefangene, nach Kriegsbeginn freiwillig nach Deutschland gekommene Osteuropäer und vor der sowjetischen Armee Geflüchtete als „DPs“. „DPs“ sollten (und wollten überwiegend auch) repratriiert, d.h. in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden. Bürger der Sowjetunion wurden auch gegen ihren Willen repatriiert; Polen und Balten sowie die Zwangsarbeiter aus den Teilen Weißrusslands und der Ukraine, die vor dem Krieg auf polnischem Staatsgebiet gelebt hatten, hatten aber die Wahl, ob sie in ihre Heimat zurückgehen, in ein anderes Land emigrieren oder in Deutschland bleiben wollten. Da im östlichen Europa überall stalinistische Diktaturen errichtet wurden, waren viele „Displaced Persons“, insbesondere solche, die der Kollaboration mit den nationalsozialistischen Besetzern ihres Herkunftslands verdächtig waren, bestrebt, Deutschland nicht zu verlassen, da sie in ihrem Heimatland hohe Strafen zu erwarten hatten. Beispielsweise starb der ehemalige lettische General und spätere General der Waffen-SS Rūdolfs Bangerskis 1958 im Exil in Oldenburg (Oldb). Vom bundesdeutschen Gesetzgeber werden „Displaced Persons“ „heimatlose Ausländer“ genannt. Ihre Rechtsstellung auf der Grundlage des „Gesetzes über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer im Bundesgebiet“ vom 25. April 1951 ähnelt der anerkannter Asylberechtigter.

In der Regensburger Ganghofersiedlung (dem ehemaligen „Göring-Heim“ der Nazis) entstand zwischen 1945 und 1949 auf Initiative der Amerikaner eine Siedlung für etwa 5000 „Displaced Persons“ aus der Ukraine. Ähnliche Siedlungen entstanden auch andernorts in Deutschland. Kontakte zu Deutschen außerhalb der Lager bzw. Siedlungen gab es kaum oder sie waren oberflächlicher Natur. 1950 kommentierte die Rheinische Post die Auflösung eines mit „DPs“ belegten „Polenlagers“ in Solingen mit der Bemerkung, endlich sei es vorbei mit der „polnischen Wirtschaft“; anstelle des „Nachkriegs-Schandflecks“ werde „bald wieder bergische Sauberkeit in der verschandelten Gegend herrschen“. Zusätzlich waren die Ukrainer-DPs vielerorts schon deshalb unbeliebt, weil sie angesichts der damaligen Notsituation als bevorrechtigt angesehen wurden, zum Teil aus ehemaligen Nazi-Helfern bestanden und kleinkriminelle Banden bildeten, die den damals für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Schwarzmarkt beherrschten.

Von der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 bis in den Juni 1990 verließen über 3,8 Millionen Menschen den Staat, davon viele illegal und unter großer Gefahr. Eingeschlossen sind in diese Zahlen auch 480.000 seit 1962 legal ausgereiste DDR-Bürger. Etwa 400.000 kehrten im Laufe der Zeit wieder in die DDR zurück.

Die Politik der Bundesregierung pflegte gegenüber Flüchtlingen aus der DDR eine ausgesprochene „Willkommenskultur“.

Aufgrund der Erfahrungen deutscher Emigranten, die auf der Flucht vor Nationalsozialisten auf ein Land angewiesen waren, das sie als Flüchtling aufnahm, wurde 1948/1949 in das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland als Artikel 16 die folgende lapidare Bestimmung aufgenommen: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Damit verpflichtet sich die Bundesrepublik Deutschland, politisch Verfolgten ein Aufenthaltsrecht zu gewähren.

Die zweite rechtliche Grundlage für die Asylpolitik der Bundesrepublik Deutschland bildet die 1951 verabschiedete und 1954 in Kraft getretene Genfer Flüchtlingskonvention (amtlich Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge genannt), das weltweit gültige Mindeststandards für den Umgang mit Flüchtlingen vorgibt. Der Personenkreis, der von dieser Konvention erfasst wird, wird „Konventionsflüchtlinge“ genannt.

Zwischen 1953 und 1979 wurden im Mittel knapp 8.600 Asylanträge pro Jahr gestellt; die Zahl der durchschnittlichen Anträge kletterte zwischen 1980 und 1990 auf mehr als 70.000. Hauptgrund für den Anstieg der Asylbewerberzahl war der Militärputsch in der Türkei 1980. Er führte zu einer Flucht Tausender Türken und vor allem Kurden in die Bundesrepublik Deutschland.

Im Rückblick wird kritisiert, dass die Bundesrepublik Deutschland durch den Anwerbestopp für Arbeitsmigranten 1973 und das Fehlen eines Einwanderungsgesetzes nur zwei Möglichkeiten einer Zuwanderung für Nicht-Deutsche aus Staaten außerhalb der Europäischen Union übrig gelassen habe: den Familiennachzug und die Geltendmachung des Grundrechts auf Asyl. Das „Nadelöhr“ des Asyls sei sehr früh „von außen her bald kraftvoll aufgestemmt und von innen her immer wieder neu zugezogen“ worden „in einem öffentlichen Abwehrkampf, der das Feindbild des so genannten ‚Asylanten‘ stiftete“.

Während des Kalten Krieges flohen hunderttausende Menschen aus den Staaten Ost-Mitteleuropas über den „Eisernen Vorhang“ nach Westen. Insbesondere nach der Niederschlagung des Ungarnaufstandes von 1956, der gewaltsamen Beendigung des „Prager Frühlings“ in der Tschechoslowakei 1968 oder der Solidarność-Bewegung in Polen wurde politische motivierte Flucht erneut zu einem Massenphänomen. Aufnahme und Asyl fanden die Flüchtlinge vor allem in den Ländern der Nato-Pakt-Staaten, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland.

Paradoxerweise stellten erst nach der Öffnung der Grenzen der Warschauer Pakt-Staaten in Richtung Westen Migranten aus den nunmehr postkommunistischen Staaten die Mehrheit der Asylbewerber in Deutschland: 1986 waren noch rund 74,8 Prozent der Asylsuchenden aus der „Dritten Welt“ gekommen. 1993 stammten 72,1 Prozent aus Europa und vor allem aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa.

Ende 1978 beschloss die Bundesrepublik, südvietnamesische Flüchtlinge in großer Zahl aufzunehmen. Vorangegangen war eine intensive mediale Berichterstattung über das Elend der sogenannten „boat people“. Damit den 40.000 betroffenen Vietnamesen, die die Bundesrepublik Deutschland aufgenommen hatte, lange Asylverfahren erspart blieben, wurde die Kategorie der „humanitären Flüchtlinge“ geschaffen.

In den Jahren der deutschen Teilung flohen politisch Verfolgte aus Griechenland, Chile, Angola, Mosambik, El Salvador und Nicaragua auch in die DDR. Allerdings hatten sie dort nur wenig Kontakt mit der Bevölkerung im Alltag

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, weil sie kaum mit ihr lebten, sondern in speziellen Wohnheimen untergebracht waren.

Die DDR nahm bis 1962 über 200 desertierte Soldaten aus NATO-Streitkräften, vorrangig US-Soldaten, auf.

In den 1990er Jahren gab es im Gefolge der Auflösung des Ost-West-Konflikts eine Vielzahl von Krisen und Kriegen in Europa und in der Welt. Es herrschte Krieg im ehemaligen Jugoslawien; zwischen Äthiopien und Eritrea kam es zu Grenzstreitigkeiten, ebenso zwischen Mali und Burkina Faso; in Burundi gab es einen Bürgerkrieg, ebenso in der Republik Kongo, in Senegal und Simbabwe. Bis 1992 stieg die Zahl der Flüchtlinge auf 440.000 an. Als Reaktion hierauf gab es eine Welle von Brandanschlägen auf Ausländerunterkünfte (in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen). Die Akzeptanz rechtsextremer Parteien bei den Wählern nahm zu.

Als Reaktion auf diese Krise wurde die Asylpolitik Deutschlands im Wesentlichen durch die Einfügung des Artikels ins Grundgesetz geändert: Wer aus einem „sicheren Herkunftsland“ stammt oder aus einem „sicheren Drittstaat“ einreiste, konnte seitdem nicht mehr erfolgreich einen Anspruch auf Gewährung politischen Asyls erheben. 1993 wurde das Asylbewerberleistungsgesetz beschlossen. Es regelte unter anderem, dass Ausländer, die von Anfang an auf staatliche Transferleistungen angewiesen waren, einen niedrigeren Betrag als Deutsche und diesen Gleichgestellte erhielten. Er sank bis auf 40 Prozent unter den Satz für das Arbeitslosengeld II. 1997 wurde das Dubliner Übereinkommen geschlossen, durch das die deutsche Flüchtlingspolitik europarechtlich abgesichert wurde.

Da Deutschlands Nachbarländer ausschließlich als „sichere Drittstaaten“ gelten, sank erwartungsgemäß die Zahl der Asylsuchenden seit 1993 stetig, und zwar von ca. 320.000 auf ein Minimum von 28.018 im Jahr 2008. Geplant war, dass Asylbewerber nur noch dann eine Chance auf einen positiven Bescheid haben sollten, wenn sie mit dem Flugzeug eingereist sind. Als Teil des „Asylkompromisses“ durchlaufen Asylbewerber, die auf deutschen Flughäfen landen, noch im Transitbereich ein beschleunigtes Asylverfahren. Über den Antrag soll in der Regel in zwei Tagen entschieden werden, die Widerspruchsfrist beträgt lediglich drei Tage

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. Die Fallzahlen wurden auch dadurch niedrig gehalten, dass durch die Richtlinie 2001/51/EG Fluggesellschaften, die Drittstaatsangehörige (d.h. Bürger von Staaten, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind) ohne gültige Einreisedokumente in einen EU-Staat einreisen lassen, Bußgelder zahlen müssen, deren Höhe seit 2001 europaweit gleich hoch ist, nämlich 3000 bis 5000 € pro illegal transportiertem Passagier.

Nach 1990 kamen als Kontingentflüchtlinge Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland. Mit ihnen gelang es, dort wieder jüdisches Leben zu entwickeln, wo die jüdischen Gemeinden im Nationalsozialismus (fast) ausgelöscht worden waren.

Im Zuge der Jugoslawienkriege flohen bis 1995 350.000 Bürger des sich auflösenden Staates Jugoslawien nach Deutschland. Das entspricht 48 Prozent der Flüchtlinge, die das ehemalige Jugoslawien damals verlassen haben. Bis auf wenige Härtefälle kehrten die meisten von ihnen bis 2003 in ihre Heimat zurück.

Die unerwartete Einreise von mehr als einer Million Flüchtlingen und Migranten löste ab 2015 eine Flüchtlingskrise in Deutschland aus.

Für die Behörden wurde es im September 2015 immer schwerer, die große Zahl an Flüchtlingen unterzubringen. Das betraf insbesondere die Landes-Erstaufnahmeeinrichtungen (LEA). Das sind Unterkünfte, in denen die Flüchtlinge untergebracht wurden, nachdem sie beispielsweise an einem Bahnhof von der Bundespolizei aufgegriffen wurden. Um dem Bedarf zunächst wenigstens annähernd gerecht zu werden, eröffneten die dafür zuständigen Regierungspräsidien der Bundesländer an vielen Standorten provisorische Unterkünfte – Bedarfsorientierte Aufnahmeeinrichtungen (BEA).  Die Zahl der in den LEAs und BEAs lebenden Menschen variierte täglich. Maximal wurden sie 2015 in diesen Erstaufnahmeeinrichtungen für drei Monate untergebracht. Die LEA in Karlsruhe hatte im September 2015 zum Beispiel eine Aufnahmekapazität von 1000 Bewohnern, tatsächlich leben aber 3500 Menschen dort. 

Auch erwies es sich als schwierig, Neuankömmlinge schnell zu registrieren sowie nach der Registrierung Flüchtlinge, die aufgrund der Genfer Flüchtlingskonvention geschützt werden müssen, schnell von Migranten zu trennen, denen ein Aufenthalt in Deutschland von Rechts wegen nicht zusteht. Als schwierig erwiesen sich auch das Auffinden illegal Eingereister sowie die zügige Abschiebung Nicht-Aufenthaltsberechtigter. Vor allem dieser Zustand führte zu einer kontroversen gesellschaftlichen Debatte über die deutsche Flüchtlingspolitik.

In ihrer Regierungserklärung vom 17. Februar 2016, kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel am 18. und 19. Februar, äußerte die Bundeskanzlerin, sie werde sich weiterhin für eine europäisch-türkische Lösung in der Flüchtlingsfrage einsetzen. Ziel sei es, „die Zahl der Flüchtlinge spürbar und nachhaltig zu reduzieren, um so auch weiterhin den Menschen helfen zu können, die unseres Schutzes wirklich bedürfen“. Dieses Ziel soll durch die Bekämpfung der Fluchtursachen, den Schutz der EU-Außengrenzen – insbesondere der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei – und einen geordneten und gesteuerten Flüchtlingszuzug erreicht werden. Ankommenden an der österreichisch-deutschen Grenze werden inzwischen registriert und kontrolliert. Ein einheitlicher Flüchtlingsausweis wird schrittweise eingeführt.

Im Oktober 2015 trat ein Gesetzespaket mit wesentlichen Änderungen im Asylrecht 2015 – Asylpaket I in Kraft. Am 3. Februar 2016 beschloss das Bundeskabinett ein zweites Gesetzespaket mit strengeren Asylregeln – Asylpaket II. Unter anderem ist die Einführung von besonderen Aufnahmeeinrichtungen (BAE) für bestimmte Gruppen von Flüchtlingen vorgesehen, deren Asylanträge innerhalb von drei Wochen entschieden werden sollen, inklusive der möglichen Berufung gegen die Entscheidung des BAMF vor Gericht. Das Gesetz soll Ende Februar vom Bundestag verabschiedet werden.

Aus der Sicht des Jahres 2008 teilte die Bundeszentrale für politische Bildung die Geschichte der Migrations- und Asylpolitik zunächst der Europäischen Gemeinschaften, später der Europäischen Union seit 1957 in drei Phasen ein: