Hauptstrasse 235

Kanton:
Kanton Bern Bern
Die Hauptstrasse 235 führt von Nidau über Bellmund, Aarberg via Frieswil westlich um den Frienisberg nach Bern, im Gegensatz zur Hauptstrasse 236, welche ab Aarberg östlich um den Frienisberg nach Bern führt.

Die Strecke beginnt am Knotenpunkt mehrerer Strassen – Hauptstrasse 6, A6 und Europastrasse 27 -, am Guido-Müller-Platz, an der Grenze zu Biel/Bienne, in Nidau auf 432 m ü. M.. Sie führt – allgemeine Richtung Süden – von dort durch das mittelalterliche Grafenstädtchen, über die Bahngeleise der BTI und den Nidau-Büren-Kanal zum Kreisel, mit Abzweigung Hauptstrasse 237.1 – Nidau – Täuffelen – Brüttelen – Ins –, geradeaus die Steigung Hueb hinauf nach Bellmund (504 m ü. M.) und über den Sattel weiter zum Kulminationspunkt (537 m ü. M.) des ersten Höhenzuges bei St. Niklaus und abfallen nach Hermrigen (464 m ü. M.) über Bühl (465 m ü. M.) bis hinab in die Ebene. In südöstlicher Richtung über diese, welche Teil des Grossen Moos ist, wird das Oberdorf von Kappelen (445 m ü. M.) durchquert und die Hauptstrasse 22 im Hauptort des Verwaltungskreises Seeland, Aarberg (448 m ü. M.), erreicht.
In Aarberg verläuft die Hauptstrasse 235 für 330 m parallel mit der Hauptstrasse 22 und zweigt dann südlich Richtung Bern ab, längs dem Gelände der Zuckerfabrik und entlang der Aare über das Mühlital gewunden hoch nach Radelfingen (500 m ü. M.). Auf dem Gemeindegebiet weiter gewunden steigend gegen Südosten durch Detligen (607 m ü. M.) der Westflanke des Frienisberges folgend bis nach Frieswil (674 m ü. M.), mit seiner Fernsicht von den Berner Alpen zu den Freiburger Voralpen über den Murtensee bis zum Jura. Von dort weiter der südöstlich auf der Westseite, bis zum höchsten Punkt der Strecke auf 692 m ü. M., am Rande der Gemeinde Innerberg im Verwaltungskreis Bern-Mittelland mit Abzweigung Hauptstrasse 235.4 – Innerberg – Säriswil – Uettligen – Ortschwaben – Kirchlindach – Oberzollikofen.
Der Abstieg beginnt über Murzelen (622 m ü. M.), Illiswil (564 m ü. M.) nach Unterwohlen, mit Abzweigung Hauptstrasse 235.5 – Wohlen – Uetligen -, alle drei Orte zu Wohlen bei Bern gehörend. Das Endstück führt über Hinterkappelen (508 m ü. M.), die Kappelenbrücke (489 m ü. M.) über die Aare, durch den Wald steigend bis an das Streckenende in Bern-Bethlehem (539 m ü. M.), am Anschluss an Hauptstrasse 1, Hauptstrasse 10, A6 und Europastrasse 25 an der Peripherie der Stadt Bern.
Der Streckenabschnitt Aarberg – Nidau der heutigen Hauptstrasse 235 ist Teil der historischen Strassenverbindung (Bern -) Aarberg – Nidau und mit dieser nahezu identisch, ausser in Teilen des Grossen Moos erst an Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese Strassenverbindung ist Teil des IVS – Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz – und hatte bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts regelmässigen Postverkehr mit Postkutschen. Die Fortsetzung von Aarberg nach Bern befand sich an Stelle der heutigen Hauptstrasse 236.
1742–1743 wurde die Strecke Nidau – Aarberg als Kunsstrasse – ehemals auch als Berner Chausée bezeichnet – ausgebaut. Damals eine Pionierleistung der Ingenieure und Teil des bewusst geplanten Strassenverkehrsnetzes der damaligen Berner Republik.
Das IVS – Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz – wird durch das ASTRA geführt.
Der Streckenabschnitt Bern – Aarberg wurde 1851–1852 als Staatsstrasse neu angelegt, mit einem Postautokurs – erster Postautokurs der Schweiz – ab 1906.

Manduca quinquemaculatus

Manduca quinquemaculata
Manduca quinquemaculatus ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae).

Die Falter haben eine Vorderflügellänge von 52 bis 57 Millimetern. Die Art kann sehr leicht mit Manduca sexta verwechselt werden. Sie hat jedoch keine bräunliche, sondern eine gräuliche Grundfarbe. Auf den Vorderflügeln haben die Tiere eine blasse, ziemlich gerade, gräulich-weiße Binde vom Analwinkel bis etwa zur Hälfte des Außenrandes, an der parallel eine gleichmäßige schwarze Linie verläuft. M. sexta hat an dessen Stelle ein gezacktes weißes Band. Am Thorax ist M. sexta einfärbig braun gefärbt, M. quinquemaculatus hat einen heller gefärbten Thorax, dessen Tegulae dunkel gefärbt sind. Die Färbung und Musterung der Art ist nicht variabel.
Die Raupen treten häufig gemeinsam mit denen der ähnlichen Art auf. Sie tragen sieben Paar schräger, weißer Seitenstreifen, die jedoch nicht dunkel begrenzt sind. Auch reichen sie nicht auf das nächste Körpersegment nach hinten. Hinzu kommt, dass jeder Streifen unter den Stigmen mit einem waagerechten Streifen verbunden ist und die beiden Streifen gemeinsam ein charakteristisches „V“ bilden.
Die Puppe rotbraun und hat eine glatte Oberfläche. Wie auch bei M. sexta besitzt sie eine hervorstehende, freie Rüsselscheide. Der Kremaster ist ziemlich kurz und hat eine Doppelspitze.
Die Art ist die am weitesten verbreitete Schwärmerart Nordamerikas. Sie tritt vermutlich in praktisch allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten, zumindest als Irrgast, auf; Nachweise aus Montana, Wyoming und South Dakota fehlen jedoch bislang. Im Süden ist die Art selten. In Kanada tritt sie in Nova Scotia, im Süden von Québec, in Ontario nördlich bis Huntsville, in den südlichen Teilen der Prärieprovinzen und im Süden von British Columbia bis Summerland auf. Besiedelt werden verschiedene Lebensräume, die auch landwirtschaftlich genutzte Flächen einschließen. In Virginia und North Carolina tritt die Art als Schädling an Tabak und Tomate auf.
Die Falter schlüpfen tagsüber, sie werden aber erst während der Abenddämmerung aktiv. Sie werden durch künstliche Lichtquellen angelockt, wo sie häufig in großer Zahl auftreten. Die Imagines sind wichtige Bestäuber und sind an Rosafarbener Catharanthe (Catharanthus roseus), Lonicera japonica, Petunien (Petunia), Gewöhnlichem Seifenkraut (Saponaria officinalis), Flammenblumen (Phlox), Hakenlilien (Crinum), Nicotiana obtusifolia, Nicotiana attenuata und Agave parryi nachgewiesen.
Die Falter fliegen im Norden und Südwesten ihres Verbreitungsgebiets in einer Generation im Juli und August. In Virginia und North Carolina sowie westlich entlang dem unteren Mississippital und südlich zum Tal des Rio Grande fliegen sie offenbar in zwei Generationen im Frühling und Herbst.
Lange Zeit galten Nachtschattengewächse (Solanaceae) als einzige Nahrungspflanzen der Art. Die Raupen fressen beispielsweise im östlichen Nordamerika häufig Tomate (Solanum lycopersicum) und Virginischen Tabak (Nicotiana tabacum). Im Südwesten findet man sie an verschiedenen Nachtschatten (Solanum), Großblütigem Stechapfel (Datura innoxia) und Nicotiana obtusifolia. Neuerdings wurde jedoch eine Population in Arizona an Kallstroemia parviflora aus der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae) entdeckt.
Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an der Ober- und Unterseite der Blätter der Nahrungspflanzen ab. Die Raupen ruhen auf der Mittelrippe auf der Blattunterseite und fressen auch in dieser Position. Die Verpuppung findet einige Zentimeter tief im Boden in einer Erdhöhle statt.

Fantasy (Band)

Fantasy ist ein deutsches Schlager-Duo aus Nordrhein-Westfalen.

In den 1990er Jahren beschloss der gelernte Konstruktionsmechaniker Martin Hein, Schlagersänger zu werden. Fünf Jahre trat er unter dem Namen Martin Marcell alleine auf und arbeitete nebenher als Kellner. Dann lernte er etwa 1993 Fredi Malinowski alias Freddy März kennen, der mit dem gleichen Management und den gleichen Produzenten an seinem Solo-Projekt arbeitete.
Bei Auftritten, für die sie beide als Solokünstler engagiert worden waren, sangen sie immer wieder gemeinsam Lieder und wurden immer öfter zusammen gebucht. Im Sommer 1997 traten sie zusammen bei einer Künstlergala auf und veröffentlichten als Schlagerduo unter dem Namen Fantasy wenig später ihre Debütsingle Herz gesucht. Obwohl sie mit Liedern wie Geh mit ihm, Hallelujah und Alle wissen es schon Bekanntheit erlangten, blieb der große Durchbruch aus und ihre ersten beiden Alben Mein schönstes Geschenk (2002) und Alle wissen es schon (2006), beide beim Label Radiola Records der Sängerin Denise erschienen, fanden nur wenig Beachtung. Erst als sie in der zweiten Hälfte der 2000er mehrfach von Andrea Berg für das Vorprogramm ihrer Tourneen engagiert wurden, stellte sich durch die neu gewonnene Bekanntheit der Erfolg ein. Dazu übernahm Bergs Ehemann Uli Ferber ihr Management und sorgte für einen Labelwechsel. Die Alben Land in Sicht (2009) und König in der Nacht (2010) wurden von Ariola veröffentlicht und konnten sich in die deutschen und österreichischen Charts platzieren und ihr Best-of-Album 10 Jahre nach ihrer Debütveröffentlichung brachte sie 2012 bis in die Top 20 der Charts und brachte ihnen in Deutschland eine Platinschallplatte und in Österreich Gold ein. Außerdem wurden sie bei der Echoverleihung 2013 für eine Auszeichnung in der Schlager-Kategorie nominiert.
Ihr fünftes Studioalbum Endstation Sehnsucht kam in Deutschland und Österreich in die Top 10 der Charts und brachte erstmals auch eine Platzierung in der Schweiz. Zu Doppelgold kam eine zweite Echo-Nominierung. Vom 26. November 2013 bis 24. Januar 2014 bestritten Fantasy ihre erste eigene Tournee mit über 15.000 Zuschauern bei 17 Auftritten. 2014 veröffentlichte das Schlagerduo anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien die Single R. I. O. – Es geht nach Rio de Janeiro. Mit dem Album Eine Nacht im Paradies erreichten sie im Mai 2014 erstmals Platz eins der deutschen und der österreichischen Charts und erneut Gold-Status in beiden Ländern.
Zwei Jahre später veröffentlichte das Duo sein siebtes Studioalbum Freudensprünge. Erstmals arbeiteten sie dabei mit Dieter Bohlen als Produzent zusammen. Auch mit diesem Album erreichten die beiden Platz eins in Deutschland und Österreich. In der Schweiz wurde Freudensprünge auf Platz 3 als Bestplatzierung notiert.
Manager des Duos ist Andreas Ferber, der Stiefsohn von Andrea Berg. Langjähriger Produzent der beiden war Michael Dorth. Martin Marcell und Freddy März schreiben ihre Lieder zum größten Teil selbst. Mit über 200 Auftritten pro Jahr gehören Fantasy zu den am häufigsten gebuchten Schlagerinterpreten.

God’s Army – Die letzte Schlacht

God’s Army – Die letzte Schlacht (Originaltitel: The Prophecy) ist ein Thriller aus dem Jahr 1995, in dem es um den uralten Kampf zwischen abtrünnigen und gottestreuen Engeln geht. Bekannt ist der Film vor allem für Christopher Walkens Auftritt als gefallener Erzengel Gabriel.

Äonen nachdem der erste Engel (Luzifer) gegen Gott rebellierte und von den gottestreuen Engeln in die Abgründe der Hölle geworfen wurde, macht sich erneut Unzufriedenheit unter den Boten des Himmels breit: Gabriel, einer der Erzengel, neidet den Menschen die Liebe und Fürsorge des Herrn und beginnt mit vielen Getreuen einen weiteren Feldzug gegen Gott. Blutige Schlachten toben in den himmlischen Sphären. Der junge Priesteranwärter Thomas Daggett hat Visionen dieses Konfliktes und kann daher die Weihe zum Priester nicht vollziehen.
Jahre vergehen. Gabriel macht sich auf die Suche nach der Seele von Colonel Hawthorne, einem perversen Ex-Offizier, der im Koreakrieg wie ein wildes Tier unter den Einheimischen wütete und jüngst verstorben ist, um mit Hilfe seiner Seele den Himmel zu erobern. Bevor er ihn jedoch findet, hat ein anderer Geflügelter, Simon, die Seele bereits entnommen und dem kleinen Indianermädchen Mary eingepflanzt. Gabriel gibt jedoch nicht auf und tötet auf der weiteren Suche nach der Seele nicht nur Simon. Unterstützung findet er dabei durch Menschen, die er kurz nach ihrem Tod „zurückholt“ und quasi als Zombie für sich arbeiten lässt.
Das Auffinden des toten Engels Uziel, eines Getreuen von Gabriel, ruft Thomas Daggett auf den Plan. Er hat die Kirche hinter sich gelassen und ist inzwischen Ermittler bei der Mordkommission. Er macht sich auf in die Wüste und trifft auf Katherine Henley, Marys Lehrerin. Sie hat Gabriel bereits getroffen und macht sich große Sorgen um ihren kleinen Schützling: Mary ist krank und murmelt wirres Zeug über Massaker an Koreanern.
Als Gabriel in die Offensive geht, fliehen Thomas und Katherine mit Mary in ein abgelegenes Indianerreservat, wo sich noch jemand in den Kampf einmischt: Luzifer – besser bekannt als der Teufel– erscheint Katherine und verkündet ihr, dass ein Sieg Gabriels den Himmel in eine zweite Hölle verwandeln würde und er so etwas nicht zulassen wird. Es kommt zum finalen Duell, in dem Luzifer Gabriel besiegt. Indes wird Mary durch einen Exorzismus geheilt.
„Ein mit gregorianischen Chorälen und bibelnahen Sprüchen geschmückter Horror-Thriller, der sowohl seine wirre Handlungslogik als auch die Langeweile der Inszenierung mit überdeutlichen Schockszenen zu verdecken versucht.“
God’s Army – Die letzte Schlacht spielte das Doppelte seiner Kosten ein. Besonders Christopher Walkens Darstellung des Gabriel wurde vielfach gelobt, wie auch der kurze Auftritt von Viggo Mortensen in der Rolle des Teufels.
Der Film wurde in den Kategorien Bester Horrorfilm und Bester Nebendarsteller (Christopher Walken) 1996 für den Saturn Award nominiert.
God’s Army – Die letzte Schlacht (1995) | God’s Army II – Die Prophezeiung (1998) | God’s Army III – Die Entscheidung (2000) | God’s Army IV – Die Offenbarung (2005) | God’s Army V – Die Apokalypse (2005)

Satz von Tychonoff

Der Satz von Tychonoff (nach Andrei Nikolajewitsch Tichonow) ist eine Aussage aus dem mathematischen Teilgebiet der Topologie. Er lautet:
Ist eine Familie kompakter topologischer Räume, dann ist auch das kartesische Produkt mit der Produkttopologie kompakt.

Der Satz scheint auf den ersten Blick der Anschauung zu widersprechen. Kompaktheit ist in gewisser Weise eine Endlichkeitseigenschaft (jede offene Überdeckung hat eine endliche Teilüberdeckung), und es mag verwundern, dass sich dies auf ein Produkt mit beliebig vielen Faktoren überträgt. Man denke dabei etwa an das Lemma von Riesz aus der Funktionalanalysis, wonach die abgeschlossene Einheitskugel eines normierten Raumes nur in endlichdimensionalen Räumen kompakt ist, oder auch daran, dass eine beliebige Vereinigung kompakter Mengen im Allgemeinen nicht mehr kompakt ist. Was die Anschauung hier in die Irre führt, ist der Begriff der Umgebung, des „in der Nähe von“ in der Produkttopologie. Denn wenn ein Punkt in der Nähe von liegt, bedeutet das in der Produkttopologie eben nur, dass für endlich viele gilt, dass in der Nähe von liegt für .
Der Satz lässt sich besonders leicht über Ultrafilter beweisen: Ein topologischer Raum ist genau dann kompakt, wenn auf ihm jeder Ultrafilter konvergiert. Sei ein Ultrafilter auf dem Produktraum gegeben. Betrachte nun die Bildfilter unter den Projektionen auf die einzelnen Räume. Ein Bildfilter eines Ultrafilters ist wiederum ein Ultrafilter, somit sind die Mengen der Punkte, gegen die die Bildfilter konvergieren aufgrund der Kompaktheit der einzelnen Mengen nichtleer (im Falle von Hausdorffräumen haben die Filter einen eindeutigen Grenzwert). Mit dem Auswahlaxiom lässt sich dann ein Element des Produktraums auswählen, das in jeder Komponente Grenzwert des jeweiligen Bildfilters ist. Dieses ist dann auch Grenzwert des Ultrafilters auf dem Produktraum.
Der Satz von Tychonoff ist auch eine unmittelbare Konsequenz aus dem Satz von Alexander: Ein Raum ist genau dann kompakt, wenn jede Überdeckung bestehend aus Elementen einer festen Subbasis eine endliche Teilüberdeckung hat. Um den Satz von Tychonoff zu zeigen betrachtet man einfach die Subbasis der Mengen von Elementen des Produktraums, die in einer Komponente Element einer offenen Menge des jeweiligen Faktors und in allen anderen Komponenten beliebig sind.
Umgekehrt lässt sich zeigen, dass auch das Auswahlaxiom (in ZF) aus dem Satz von Tychonoff folgt. Man beachte, dass dagegen der Satz für Produkte kompakter Hausdorffräume (die oft auch einfach nur kompakt genannt werden) nicht das Auswahlaxiom impliziert, denn er folgt bereits aus dem schwächeren Ultrafilterlemma. Die obige Auswahl ist in diesem Fall nicht notwendig, da Grenzwerte in Hausdorffräumen eindeutig sind.
Dieser Satz wird bei der Herleitung der folgenden Aussagen verwendet:

Viehmoorgraben

BW
Der Viehmoorgraben ist ein Bach auf der Papenteicher Hochfläche und im Aller-Urstromtal mit einem knapp 20 km² großen Einzugsgebiet südwestlich der Stadt Gifhorn. Der Bach mündet zwischen Ribbesbüttel und Brenneckenbrück in den Allerkanal.

Der Bach entsteht südwestlich von Vollbüttel in einem landwirtschaftlich genutzten Bereich und fließt von hier aus in nördlicher Richtung an Vollbüttel vorbei, wo der Ablauf einer Abwasserreinigungsanlage in den Bach mündet. Er wendet sich nach Nordwesten zum Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde. Dort fließt er nach Norden und anschließend durch das Waldgebiet Leiferder Wald zur Fahlen Heide, bevor er etwa einen Kilometer westlich von Winkel in den Allerkanal mündet.
In seinem Oberlauf ist der Viehmoorgraben aufgrund seines Verlaufs durch landwirtschaftliche Nutzflächen weitgehend begradigt und ausgebaut. Er wird hier zum Teil als Entwässerungsgraben genutzt. In den Sommermonaten ist die Wasserführung im Oberlauf teilweise sehr gering, was sich in regenarmen Zeiten bis zum völligen Trockenfallen ausweitet. Im Unterlauf, nördlich von Vollbüttel ist der Bach durch seine Lage im Naturschutzgebiet weitgehend naturnah geblieben.
Es finden sich vier auf nur temporär bestehende Gewässer spezialisierte Tierarten, die auf der Roten Liste des Landes Niedersachsen geführt werden:
Der niedersächsische Gewässergütebericht von 2004 bewertet die chemische Gewässerbelastung des Viehmoorgrabens fast im gesamten Verlauf als kritisch belastet (Güteklasse II-III).

Heinrich Wilhelm Roß

Heinrich Wilhelm Roß (* 26. Mai 1876 in Wilhelmshaven; † 25. Juli 1922 in Wiesbaden) war ein deutscher Glas- und Dekorationsmaler.

Heinrich Wilhelm Roß war der zweite Sohn des Lehrers Freerk Roß und der Johanna Catharina Roß, geb. Hobbing. Er besuchte in Wilhelmshaven die Volksschule und begann anschließend eine Lehre als Maler, die er jedoch abbrach. Der Lehrbrief der Oldenburger Malerinnung vom 30. April 1894 bescheinigte, dass Roß „das Maler-Gewerbe in Drei Jahren ordnungsgemäß erlernt und sich während dieser Zeit Sehr gut betragen“ habe. Die Probearbeit „wurde mit dem 1. Preise ausgezeichnet“. Als Malergehilfe setzte er seine Arbeit bei Emil Spalthoff bis zum 14. Oktober 1894 fort. Von Mitte April bis Mitte Oktober 1895 war er als Gehilfe bei August Olbers (Olpers) während dessen Arbeiten an den Malereien in der Klosterkirche zu Duderstadt tätig. Der Architekt Ludwig Klingenberg erstellte am 30. Januar 1896 ein Zeugnis für Roß’ Studienzeit an der Oldenburgischen Kunstgewerbe Schule. Der Theatermaler Wilhelm Christian Gerhard Mohrmann (1849–1934) bescheinigte ihm „ganz hervorragende Talente“ am 28. Januar 1896. Zur selben Zeit studierte der Glasmaler Georg Karl Rohde in Oldenburg, mit dem Roß später in Bremen und Wiesbaden zusammenarbeitete.
Nach einer dreijährigen Militärzeit war Heinrich Wilhelm Roß als Student und Gehilfe von Hermann Schaper 1901 in Göttingen wo er an der Neuausgestaltung des Göttinger Rathauses beteiligt, u. a. an den Deckengewölben der Dorntze. Auch Schaper stellte Roß ein sehr günstiges Zeugnis über verschiedene große Dekorationsmalereien, welche nach Schapers Entwürfen ausgeführt wurden, aus und unterstützte ihn 1903 in seinem „Bestreben zur Gründung eines eigenen Geschäftes durch dieses Zeugnis“. Im selben Jahr war Roß als Mitarbeiter von Georg Karl Rohde an der Ausmalung zweier Priölken im Bremer Ratskeller beteiligt.
1904 heiratete er Luise Frieda Krug (1884–1968). Ab 1905 war Roß in Wiesbaden ansässig und ab 1906/07 Teilhaber der Firma Ross und Rohde. Die Firma war 1907 an zwei Glasbildern in der Wandelhalle des Kurhauses in Wiesbaden beteiligt. Ab 12. Februar 1921 wurde Roß laut Gewerbeanmeldung als Alleininhaber der Firma genannt. Am 25. Juli 1922 starb Heinrich Wilhelm Roß in Wiesbaden und hinterließ seine Frau Frieda, die Tochter Margarete Johanna Minna (1906–1932) und den Sohn Heinrich Friedrich Reimar (1911–1980).
Das Werk von Heinrich Wilhelm Roß ist bisher noch nirgendwo dargestellt. Selbst die Glasbilder in öffentlichen Gebäuden Kurhaus Wiesbaden, Wandelhalle, sind ihm und seinem Partner Georg Karl Rohde nicht zugeschrieben. Viele Glasfenster, Dekorations- und Wandgemälde haben den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Nach Aussage des Sohnes von Heinrich Wilhelm Roß, Fritz Ross, während des Dritten Reiches wegen des Heinrich-Heine-Zitates zerstört oder mit einer Holztäfelung abgedeckt. Beschreibung nach dem Entwurf von Roß:
Vergleicht man diese Beschreibung mit der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 aus den Bremer Nachrichten für die erste Nische, „ein lustiges Geranke von Blumenzweigen, zwischen denen Vögel herumflattern, Bandrollen mit geschmackvoll verteilter Schrift, eine ruhige Gesamthaltung der Farben“, so kann sie sehr wohl auf dieses nicht erhaltene Wandgemälde verweisen.
Beschreibung nach dem Entwurf von Heinrich Wilhelm Roß:
Aus der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 „Für das zweite der Priölken wird der Künstler in gleicher Weise, den Grundton des hellen Putzes nutzend, die Halbfiguren der zwölf Apostel zum Motiv nehmen […] umrahmt von Blattranken und Blumen.“ ist zu entnehmen, dass das Bild noch nicht vollendet ist und das heute noch existierende Bild, statt der zwölf Apostel nur noch St. Urban erscheint. Die Zwölf Apostel sind berühmte Weinfässer im Ratskeller.

Reichsabtei Rot an der Rot

Territorium im Heiligen Römischen Reich
Die Reichsabtei Rot an der Rot (eigentlich Roth, Münchroth oder Mönchroth) in Rot an der Rot im Landkreis Biberach war eines der ersten Prämonstratenserklöster in Oberschwaben. Das geistliche Territorium grenzte im Westen an die Reichsabtei Ochsenhausen, im Norden an das Zisterzienserinnenstift Gutenzell, im Osten „über der Iller“ an die Reichsabtei Buxheim und die freie Reichsstadt Memmingen und im Süden an das weltliche Territorium Waldburg-Zeil-Wurzach.

Das Kloster wurde vermutlich im Jahre 1126 durch Hemma von Wildenberg als Doppelkloster gestiftet. Es war Mutterkloster vieler Prämonstratenserklöster wie Wilten, Schussenried und Steingaden. Der in unmittelbarer Nähe gelegene Frauenkonvent wurde um 1380 aufgelöst. Von ihm sind keine Reste erhalten, an der Stelle steht die Friedhofskirche. Rot stieg im 15. Jahrhundert zur Reichsabtei auf und war seit dem 16. Jahrhundert im schwäbischen Reichsprälatenkollegium vertreten. Seit 1585 war der Abt infuliert. Schirmvogteien des Klosters waren die Untere Landvogtei Schwaben und Waldburg-Zeil.
In den Reichsmatrikeln von Worms aus dem Jahre 1521 wurde das Kloster mit der Stellung von zehn Soldaten und einem Reiter geführt. Zusätzlich wurden 60 Gulden jährlich an das Reichsregiment und das Kammergericht gezahlt. Die Reichstürkenhilfe belief sich 1568 auf 530 und 1599 auf 1407 Gulden.
Nach der Zerstörung von Teilen im Dreißigjährigen Krieg und der Vernichtung der gesamten Klosteranlage am 6. Mai 1681 durch Brandstiftung wurde das größtenteils noch bestehende barocke Kloster 1681–1698 neu errichtet.
Die Klosteranlage wird von der frühklassizistischen Klosterkirche St. Verena überragt, die 1777–1786 neu erbaut und ausgestattet wurde, da der Abt Mauritius Moritz gegen den Willen des Konvents mit dem Abbruch hatte beginnen lassen. 1777–1779 wurde der Ostteil durch Baumeister Johann Baptist Laub errichtet, doch zum eigentlichen Neubau kam es erst unter Abt Willebold Held (1782–1789). Nach der Grundsteinlegung 1783 führten die Chorherren die Arbeiten zum Teil selbst aus. Die Innenausstattung stammt von den Malern Andreas Meinrad von Ow und Januarius Zick, die Stuckarbeiten führte Franz Xaver Feuchtmayer aus. Die Orgel stammt von Johann Nepomuk Holzhey. An die Kirche schließt sich die barocke Klosteranlage an, deren zahlreiche Türmchen ihr den Beinamen Oberschwäbischer Kreml eingetragen haben. Am Fuß des Klosterhügels steht die Ökonomie mit quadratischem Grundriss, sie beherbergt heute das Rathaus.
Der 45. Abt der Reichsabtei war von 1789 bis 1803 Nikolaus Betscher, dessen kirchenmusikalische Kompositionen an seine Zeitgenossen Haydn und Mozart erinnern. Nachdem sie längere Zeit in Vergessenheit geraten waren, werden sie, nicht zuletzt durch die Initiative des Kulturforums Rot an der Rot, wieder aufgeführt.
Im Jahre 1803 wurde das Kloster entsprechend dem Reichsdeputationshauptschluss säkularisiert. Für kurze Zeit wurde ein Patrimonialobervogteiamt Rot an der Rot gebildet. Die Chorherren mussten die Anlage verlassen, das Kloster wurde zum Aussterbekloster erklärt und durfte keine Novizen mehr aufnehmen. Den Besitz, 13 Dörfer und Weiler, übernahmen zunächst die Grafen von Wartenberg im Tausch gegen ihre linksrheinische Grafschaft in der Pfalz, er ging aber bald an die Grafen Erbach-Erbach über. Wartenberg erschien mit seinen reichsgräflichen Beamten, die alle evangelischer Konfession waren. Im ehemaligen Refektorium der Kanoniker wurde ein provisorischer protestantischer Betsaal eingerichtet. Bereits ab 1806 gehörten Kloster und Ort zum Königreich Württemberg. 1947 kehrten Prämonstratenserchorherren durch Zuzug vom Kloster Windberg nach Rot zurück, 1950 kam eine neu gegründete Gemeinschaft der Norbertus-Schwestern hinzu. 1959 verließen die Chorherren wegen fehlender Seelsorgeaufgaben Rot wieder und besiedelten die heutige Abtei Hamborn in Duisburg. Der Schwesterkonvent in Rot blieb bis 2007 bestehen und wurde dann nach Aulendorf verlegt. 1959 erwarb das Bistum Rottenburg die Klostergebäude und richtete 1960 darin ihr Jugend- und Bildungshaus St. Norbert ein.
Größere Teile der schriftlichen Überlieferung des Klosters sind im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt. 1980 wurde diese Überlieferung durch weitere Dokumente, die in das Archiv der Grafen zu Erbach-Erbach und von Wartenberg-Roth in Erbach überführt worden waren, ergänzt. Die Grafen Erbach-Erbach hatten 1818 mit dem Tod Graf Ludwigs von Wartenberg-Roth, des Letzten seines Stammes, die Erbschaft der Grafen von Wartenberg (Kolb von Wartenberg) angetreten, denen im Reichsdeputationshauptschluss 1803 die Abtei Rot zugesprochen worden war. Mit Kaufvertrag vom Dezember 1980 übergab Franz Graf zu Erbach-Erbach und von Wartenberg-Roth, der Chef des Hauses Erbach-Erbach, die damals bereits seit einiger Zeit im Landratsamt Biberach als Depositum verwahrten Archivalien dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart.
Nach dem Tod des heiligen Propsts Burchard von Rot an der Rot aus dem Mutterkloster Prémontré (Propst 1126–1140) hatte das Kloster 45 Äbte, bevor es 1803 unter Abt Nikolaus Betscher aufgehoben wurde. Für die Äbte von Berchthold bis Heinrich von Krauchenwies sind Regierungszeit und Reihenfolge unsicher. Das „von“ lässt nicht auf eine adelige Herkunft schließen, sondern ist meist Herkunftsangabe.
48.0147210.03036Koordinaten: 48° 0′ 53″ N, 10° 1′ 49″ O

Fenoxycarb

weißes, kristallines Pulver
fest
53–54 °C
schwer löslich in Wasser: 6,0 mg·l−1
Achtung
16.800 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)
Fenoxycarb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Die Verbindung ist ein breit wirksames Insektizid aus der Klasse der Entwicklungshemmer, welches von Maag (später Novartis) entwickelt und 1985 eingeführt wurde. Als Analogon des Juvenilhormons von Insekten hemmt es die Metamorphose zum Erwachsenenstadium (Imago) und stört die Häutung der Larven im Frühstadium.

Fenoxycarb kann durch Reaktion von p-Phenoxyphenol (p-Chlorphenol + Natriumphenolat) und 2-(Chlorethyl)-carbamidsäureethylester (2-Chlorethylamin + Chlorameisensäureethylester) gewonnen werden.
Fenoxycarb wird gegen den Fruchtschalenwickler, den Apfelwickler, den Pflaumenwickler, Miniermotten und den Traubenwickler eingesetzt.
Fenoxycarb ist in einigen Staaten der EU zugekassen, nicht jedoch in Deutschland und Österreich. In der Schweiz ist es für den Einsatz in Gewächshäusern zugelassen. Die Zulassung in Deutschland ist abgelaufen; das Aufbrauchende war der 30. Juni 2015.
Fenoxycarb ist für Säugetiere nur von geringer Giftigkeit und wird von der WHO als ungefährlich eingestuft, ist jedoch für Fische und Wirbellose toxisch. Die Halbwertszeit im Erdboden beträgt 84 Tage, unter Luftabschluss verlängert sie sich auf 136 Tage.

Schreventeich

54.32805555555610.118055555556Koordinaten: 54° 19′ 41″ N, 10° 7′ 5″ O
Lage von Schreventeich in Kiel
Der Kieler Stadtteil Schreventeich liegt zwischen den Stadtteilen Hasseldieksdamm bzw. der Gemeinde Kronshagen im Westen und den Stadtteilen Exerzierplatz und Damperhof im Osten. Nördlich grenzt der Stadtteil an den Stadtteil Ravensberg mit dem Stinkviertel, südlich an Südfriedhof.

Der Stadtteil Kiel-Schreventeich hat derzeit (2010) folgenden Grenzverlauf, im Norden beginnend und im Uhrzeigersinn fortfahrend. Die Grenze bilden im Norden die Eckernförder Straße und die Gutenbergstraße, sie verläuft dann im Osten entlang des Knooper Wegs, der Klopstockstraße, der Goethestraße und der Sternstraße. Im Süden bilden die Stephan-Heinzel-Straße und der Hasseldieksdammer Weg die Grenze, im Westen die B76 bzw. der Olaf-Palme-Damm. Dann führt die Grenze Richtung Nordwesten entlang des Kronshagener Wegs. Die Stadtteilgrenze fällt ab hier mit der Stadtgrenze zu Kronshagen hin zusammen, diese verläuft westlich der Kleingärten neben der B76 bis zum Friedhof, dann entlang des Eschenkamps, westlich des Krematoriums entlang des Aschauwegs bis zur Eckernförder Straße.
Durch Eiszeiten geformt wurde der im Osten des Stadtteils gelegene Teich. Der Teich lag vormals weit außerhalb der Stadt und war im Besitz des ortsansässigen Grafen und wurde deshalb im Volksmund „des Grafen Teich“ genannt, was in damaligem Plattdeutsch „s grefens diek“ lautete, die Buchstaben wurden verschliffen, bis der heutige Name entstanden war. Gustav Adolf von Varendorf schrieb auf seine Karte von 1796 die Verhochdeutschung des Begriffs, Schreventeich. Dieser Teich ist Namensgeber des Stadtteils.
Im Rahmen der Erweiterung der Stadt Kiel um 1900 wurde ein Park um den Schreventeich herum geplant. 1901 wurde dieser Park nach Plänen des Stadtgartenbaudirektors Ferdinand Hurtzig (1872–1939) erstellt und zu Ehren der Hohenzollern benannt. Von 1901 bis 1947 hieß der Park Hohenzollernpark. Im Krieg wurde der Park stark zerstört. Bombentrichter mussten wieder zugeschüttet und Wege wiederhergestellt werden. Stark vereinfacht wurde der Park wieder neu angelegt und am 17. Dezember 1947 erfolgte durch Beschluss der Ratsversammlung die Umbenennung in Schrevenpark in Anlehnung an den Schreventeich. Anlässlich der Beschlussvorlage sagte der damalige Ratsherr und spätere Stadtpräsident Hermann Köster (SPD), dass es heute selbstverständlich wichtigere Dinge gäbe als solche Umbenennungen.
Das Heizkraftwerk in der Humboldtstraße am Südostende des Stadtteils hat eine Gesamtleistung von 60 MW (Heizwassernetz) plus 157 MW (Dampfnetz). Es wandelt Erdgas und Heizöl in Elektrizität und Fernwärme um. Es wurde 1901 gebaut und in Betrieb genommen. Mit diesem Kraftwerk starteten die Stadtwerke Kiel damals die Stromversorgung und versorgten ab 1907 zwei Schulen mit der ersten Kieler Fernwärme. Es wurde mehrfach umfangreich modernisiert und ist das nach dem Gemeinschaftskraftwerk Kiel für die Kieler Fernwärmeerzeugung das zweitgrößte Kieler Kraftwerk. Weithin sichtbar ist der hohe, ständig rauchende Schornstein des Kraftwerks. Das Wasser des Schreventeichs dient dem Kraftwerk damals wie heute zur Kühlung. Am Nordostende des Teiches erinnert ein kleiner Steg an die Stelle, woher früher das Wasser zum Kraftwerk und zurück kam. Seit 1985 ist es die Wasserkaskade am Südostende, die das Kraftwerkswasser um Sauerstoff angereichert in den Teich gelangen lässt.
Laut Internetseite der Landeshauptstadt Kiel hat der Stadtteil im Juli 2007 11.185 Einwohner auf einer Fläche von 247 Hektar.
Der Stadtteil ist östlich des Westrings sehr dicht – und hauptsächlich in mehrstöckiger (3- bis 5-stöckige Mehrfamilienhäuser) Bauweise – bebaut. Westlich des Westrings verringert sich die Einwohnerdichte, die hier übliche Bauweise ist 1- bis 2-stöckig (Reihenhäuser). Die Wohnstraßen westlich des Westrings, insbesondere das Quartier zwischen dem Kronshagener Weg und der Langenbeckstraße wird auch Philosophenviertel genannt, weil zwei Straßen nach den beiden Philosophen Kant und Nietzsche benannt sind. Das Quartier stammt aus den 1930er Jahren und ist im Wesentlichen ohne gravierende bauliche Veränderungen bis heute erhalten geblieben.
Im Osten des Stadtteils befindet sich neben Handelsgeschäften, Gastronomie und Arztpraxen auch das Städtische Krankenhaus. Westlich des Westrings am Kronshagener Weg liegt die Kieler Niederlassung der Deutschen Telekom AG, seit 2006 im selben Komplex auch das Katasteramt der Landeshauptstadt. Gegenüber, an der Ecke Sedanstraße / Kronshagener Weg, hatte bis 2003 das Bauunternehmen Max Giese seinen Sitz, ehemals einer der größten Betriebe der Branche in Schleswig-Holstein. Nach der Insolvenz im Jahr 2002 wurde das Betriebsgelände aufgeteilt. Ein Teil wird weiter gewerblich genutzt, der Rest wurde Baugebiet. Heute stehen in der neu erschlossenen Max-Giese-Straße Reihenhäuser.
Mit dem Begriff Lost Places werden Bauwerke oder Areale bezeichnet, die komplett verschwunden sind oder nur noch als Ruinen und Fragmente existieren. Ihre Relevanz für einen Stadtteil besteht in der Zeugenschaft für historische Ereignisse, die dessen Bewohner betrafen:
1 Altstadt | 2 Vorstadt | 3 Exerzierplatz | 4 Damperhof | 5 Brunswik | 6 Düsternbrook | 7 Blücherplatz | 8 Wik inklusive Steenbek-Projensdorf | 9 Ravensberg inklusive Stinkviertel und Marineviertel | 10 Schreventeich | 11 Südfriedhof | 12 Gaarden-Ost | 13 Gaarden-Süd und Kronsburg | 14 Hassee | 15 Hasseldieksdamm | 16 Ellerbek | 17 Wellingdorf | 18 Holtenau | 19 Pries | 20 Friedrichsort | 21 Neumühlen-Dietrichsdorf inklusive Siedlung Oppendorf | 22 Elmschenhagen inklusive Kroog | 23 Suchsdorf | 24 Schilksee | 25 Mettenhof | 26 Russee | 27 Meimersdorf | 28 Moorsee | 29 Wellsee | 30 Rönne

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